Vita

Leonor Amaral, gebürtige Portugiesin, ist eine vielseitige Konzert- und Opernsängerin.

© Simon Heydorn

Bereits während des Studiums konnte sie sich ein breites Opernrepertoire erarbeiten, welches von Händel bis Bizet reicht. Sie debütierte zunächst am Theater Lübeck mit Rollen wie Gretchen (“Wildschütz”) und Mi (“Das Land des Lächelns”). Es folgten die Rollen Armida (“Rinaldo”) und Frasquita (“Carmen”) im Opernfestival Gut Immling. Nach des Studiums war Sie Ensemblemitglied des Theaters Nordhausen, wo sie (u.a.) die Rolle der Musetta in “La Bohéme”, Marie in Lortzings “Zar und Zimmermann”, und Adele in “Die Fledermaus” debütierte. In der Oper Schloss Hallwyl (Schweiz) sang Leonor unter der Leitung von Douglas Bostock die Rolle der Clorinda in Rossinis “La Cenerentola”.

Seit der Spielzeit 2018/19 ist Leonor Amaral als Koloratursopranistin im Ensemble des Theaters Erfurt tätig. Dort debütierte sie die Video-Oper von Steve Reich, “Three Tales” und sang die Titelpartie Zerline in “Fra Diavolo” von Auber. Außerdem machte sie ihr Debüt als Königin der Nacht. In der kommenden Spielzeit wird sie u.a. die Norina (“Don Pasquale”) und die Susanna (“Le Nozze di Figaro”) am Theater Erfurt singen.

Leonor Amaral war 2015 Semifinalisitin im Wettbewerb “Neue Stimmen” der Bertelsmann-Stiftung, und 2017 Finalistin beim “Cesti-Wettbewerb” für Barockoper. Im Opernbereich wurde sie (u.a.) von Klangkörpern begleitet wie dem Württembergischen Kammerorchester, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, die Argovia Philharmonics und die Nordwestdeutsche Philharmonie.

Als Musicalsängerin sang sie diverse Konzerte mit dem Musikkorps der Bundeswehr, u.a. in der Kölner Philharmonie und in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Sie debütierte mit der Nordwestdeutschen Philharmonie im Concertgebouw Amsterdam und arbeitete 2019 mit dem WDR Funkhausorchester zusammen. Im Dezember 2019 ist sie mit dem North Netherlands Symphony Orchestra auf einer Konzertreise durch die Niederlande.

Auch Zeitgenössische Musik gehört zum Repertoire von Leonor Amaral. Im Jahr 2014 führte sie das Stück “Hommage a T.S. Eliot” unter Anwesenheit der Komponistin Sofia Gubaidulina im Rahmen der Kammermusikwochen in Lübeck auf. Außerdem debütierte sie in den Wuppertaler Bühnen in der Zeitgenössische Oper “AscheMOND oder The Fairy Queen” von Helmut Oehring im Frühling 2017. Im Bereich Alte Musik durfte Leonor Amaral schon (u.a.) mit dem Pera Ensemble im Gasteig (München) auftreten, sowie mit dem Concerto Stella Matutina im Monforthaus (Feldkirch, Österreich). 

Leonor Amaral studierte zunächst Management an der Business School of Economics (Lissabon). Gesang studierte sie an der Musikhochschule Köln bei Prof. Prégardien (2009-2011) an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf bei Konrad Jarnot (2011-2013) und bei Anja Paulus (2014-2016), sowie an der Musikhochschule Lübeck bei Caroline Stein (2013-2014). Sie wird jetzt von Manos Kia in Hamburg gecoacht.